Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen werden auch von außen bewirtschaftet. Dabei sind die Bürgersteige der Anstaltsgebäude und außen liegende Grünanlagen zu pflegen sowie kleinere Reparaturen durchzuführen. Diese Arbeiten werden oftmals von Gefangenen erledigt. Geeignet sind für solche Tätigkeiten Gefangene, bei denen eine Entweichung bzw. der Missbrauch zur Begehung von Straftaten nicht zu befürchten ist. Die Außenbeschäftigung ist ein gut kontrollierbares Erprobungsfeld im Rahmen der vollzugsöffnenden Maßnahmen. Von den Gefangenen wird Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit erwartet. Es sind strenge Auflagen einzuhalten (z.B. dürfen sie sich nicht vom Gelände entfernen oder Kontakt mit Dritten aufnehmen). Auf diese Weise wird trainiert, sich in Freiheit an Auflagen und Regeln zu halten. Justizvollzugsbedienstete kontrollieren die Einhaltung der Auflagen. Unregelmäßigkeiten führen regelmäßig zum Widerruf der Zulassung zur Außenbeschäftigung.